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die Vertriebs­ausbildung.

Themenbereich · 2 Beiträge

Vertriebsausbildung: Alle Wege in den Vertrieb im Überblick

Eine junge Frau lernt am Fenster mit Laptop und Notizbuch

Das Wichtigste in Kürze

Es gibt nicht den einen Weg in den Vertrieb. Wer neu anfängt, braucht Grundlagen und Begleitung. Wer schon verkauft, braucht gezielte Übung an den eigenen Kunden. Entscheidend ist, ob das Gelernte in der nächsten Woche im Gespräch mit einem echten Kunden ankommt.

Wer „Vertrieb lernen“ sucht, findet schnell Hunderte Angebote. Seminare, Bücher, Coaches, Videos, Communities. Die Frage ist selten, ob es genug Angebote gibt. Die Frage ist, welches Format zu Ihrer Lage passt.

Deshalb stehen hier keine Anbieter, sondern Formate. Jedes hat seine Stärken, und jedes hat Grenzen.

Gibt es eine Vertriebsausbildung?

Einen staatlich anerkannten Ausbildungsberuf „Vertrieb“ gibt es nicht. Wer „Vertriebsausbildung“ sucht, meint meist einen dieser Wege:

  • Kaufmännische Ausbildung als Grundlage: etwa Kaufmann oder Kauffrau im Groß- und Außenhandelsmanagement, Industriekaufleute, Kaufleute im Einzelhandel oder für Dialogmarketing. Vertrieb ist hier ein Teil, nicht das Ganze.
  • Geprüfter Fachwirt für Vertrieb im Einzelhandel (IHK): eine bundesweit geregelte Fortbildung für Berufserfahrene im Handel (Berufsbeschreibung beim BIBB).
  • Fachkaufmann oder Fachkauffrau für Vertriebsmanagement: gibt es nur bei einzelnen Industrie- und Handelskammern, also regional.
  • IHK-Zertifikatslehrgänge wie Vertriebsleiter, Key Account Manager oder Vertriebsingenieur: praxisnah, aber keine öffentlich-rechtlichen Abschlüsse.
  • Studium: duales Studium mit Schwerpunkt Vertrieb oder Sales Management, Wirtschaftsingenieurwesen mit technischem Vertrieb, dazu Hochschulzertifikate für Berufstätige.
  • Quereinstieg aus dem Fach: der häufigste Weg im B2B-Vertrieb. Mehr dazu unter Wie werde ich Vertriebler?

Die Wege im Überblick

WegGut fürStärkeGrenze
Kaufmännische AusbildungEinstieg nach der SchuleBreites Fundament, Praxis im UnternehmenVertrieb ist nur ein Teil davon
Studium (etwa BWL, Wirtschaftsingenieurwesen)Wer Theorie und Strategie willMarktverständnis, Zahlen, StrukturenDas Kundengespräch übt man dort kaum
PräsenzseminarEinzelne Techniken auffrischenKonzentriert, mit Übung in der GruppeNach zwei Tagen ist der Alltag wieder da
Begleitete Weiterbildung über WochenEinsteiger und TeamsLernen, anwenden, besprechen, wiederholenBraucht feste Termine und Zeit
Online-Kurs im SelbststudiumWer schon im Vertrieb arbeitetEigenes Tempo, jederzeit, gezielt ein ThemaBraucht Selbstdisziplin
CoachingEinzelne mit einem konkreten ProblemGanz auf Ihre Lage zugeschnittenTeuer, hängt an einer Person
Community und NetzwerkAustausch unter GleichenErfahrungen anderer, MotivationKein roter Faden, Qualität schwankt
Bücher, Podcasts, VideosAnregung nebenbeiGünstig, riesige AuswahlWissen ist noch kein Können

Die eine Frage, die alles entscheidet

Egal, welchen Weg Sie wählen: Prüfen Sie ihn an einer Frage. Was mache ich nächste Woche mit einem echten Kunden anders?

Ein Seminar, nach dem Sie sich gut fühlen, aber am Montag genauso telefonieren wie vorher, war Unterhaltung. Ein Kurs, der Sie nach jedem Abschnitt zwingt, etwas an Ihren eigenen Kunden auszuprobieren, ist Training.

Achten Sie deshalb darauf, ob ein Angebot

  • kurze Einheiten hat, die in den Arbeitsalltag passen,
  • nach jeder Einheit eine Aufgabe für Ihre eigenen Kunden stellt,
  • von jemandem kommt, der selbst lange verkauft hat,
  • ein klares Ende hat, damit nichts versandet.

Welcher Weg für wen

Sie fangen neu im Vertrieb an

Dann brauchen Sie Grundlagen und jemanden, der Ihre ersten Gespräche mit Ihnen auswertet. Eine begleitete Weiterbildung oder ein Einarbeitungsprogramm im Unternehmen trägt hier am meisten. Parallel hilft das Glossar, damit Sie in Besprechungen mitreden.

Sie verkaufen schon und wollen besser werden

Dann ist das Problem selten fehlendes Wissen, sondern ein bestimmtes Thema: Kaltakquise, Einwände, Folgegeschäft. Ein Online-Kurs zu genau diesem Thema bringt Sie schneller voran als ein allgemeines Seminar.

Sie führen ein Vertriebsteam

Dann geht es darum, dass alle nach demselben Vorgehen arbeiten und neue Kolleginnen und Kollegen schnell ankommen. Mehr dazu in der Rubrik Vertrieb führen.

Der Weg über Fachwissen

Viele gute Vertriebler haben nie eine Vertriebsausbildung gemacht. Sie kommen aus dem Fach: Techniker, Ingenieure, Handwerksmeister. Sie wissen, wovon sie reden, und das spürt der Kunde. Was ihnen fehlt, ist meist das Handwerk des Gesprächs. Das lässt sich gezielt nachholen, und es geht schneller, als viele denken.

Selbst ausprobieren

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Häufige Fragen

Kann man Vertrieb lernen, oder muss man dafür geboren sein?

Vertrieb ist zum größten Teil Handwerk: Gespräche vorbereiten, Fragen stellen, zuhören, nachfassen. Das lässt sich lernen und üben. Persönlichkeit hilft, ersetzt aber keine Methode.

Welche Weiterbildung im Vertrieb ist die beste?

Die, die zu Ihrer Lage passt. Wer neu im Vertrieb ist, profitiert von begleiteten Formaten. Wer Erfahrung hat und gezielt an einem Thema arbeiten will, kommt mit einem Online-Kurs oft schneller voran. Maßstab ist immer, ob Sie das Gelernte sofort an eigenen Kunden anwenden.

Gibt es eine Ausbildung zum Vertriebler?

Einen Ausbildungsberuf mit dem Namen Vertriebler gibt es nicht. Viele kommen über eine kaufmännische Ausbildung, ein Studium oder als Quereinsteiger aus dem Fach in den Vertrieb. Den Rest lernen sie im Beruf und in Weiterbildungen.

Was kostet eine Vertriebsweiterbildung?

Das reicht von kostenlosen Videos über Online-Kurse bis zu mehrwöchigen begleiteten Programmen und Einzelcoaching. Vergleichen Sie nicht nur den Preis, sondern was nach dem Kurs in Ihrem Alltag anders ist.